Frankfurter Rudervereine schließen die Saison mit großem Achter-Aufgebot auf dem Main

Rudersport ist Mannschaftssport, auch wenn man nicht im gleichen Boot sitzt. Nach diesem Motto erschienen am Sonntag Vormittag auf Einladung der Ruderverbindung Rheno Franconia fast alle Frankfurter Rudervereine mit mindestens je einem Achter, dem klassische Großboot des Rudersports zum gemeinsamen Abrudern, das traditionell den jährlichen Abschluss der Rudersaison bildet.

Abrudern 2009

Bei leichtem Nieselregen passierte die Flotte dicht an dicht die Ufer unserer Mainmetropole. In den meisten der insgesamt neun Boote saßen neben Freizeitsportlern auch ehemalige Rennruderer, die mit großem Hallo frühere Regattagegener aus anderen Vereinen begrüßten und so nochmals das ein oder andere äußerst knappe Rennen aufleben ließen. „Heh Du bist doch damals in Mannheim beim Start vom Rollsitz gerutscht… und Du hast im Endspurt einen kapitalen Krebs gefangen (Anmerkung: wenn das Blatt zu tief eintaucht)… Ihr seid zu früh gestartet…. Wie hieß noch Euer Trainer? Ein ganz harter Bursche….”

Da die „Rheno Franconia“  dieses Jahr 90 Jahre alt wurde, bestand ein besonderer Grund gemeinsam die Frankfurter Kulisse von der Griesheimer Schleuse bis zum Rudererdorf in Oberrad für dieses Jahr zu verabschieden. Auch wenn die Rheno zu den kleinen Clubs gehört, sind sie sehr aktiv und immer für spontane rudersportliche Aktionen gut.  Beim Frankfurter Museumsuferfest und bei der Benefiz-Regatta „Row for the Cure“, belegte ihr Achter einen ehrenvollen dritten Rang.

Im Anschluss an die sportliche Leistung wurde im Rheno-Bootshaus in Niederrad bei Weißwurst, Fassbier, Kaffee und Kuchen das Geburtstagskind gebührend gefeiert, wobei besonders Jonny Mentzer, der ehemalige Vorsitzende der Rheno Franconia von allen herzlich begrüßt wurde.
Trotz frischer Witterung im Bootshaus war die Stimmung so urig, dass die Gäste bis in den späten Nachmittag blieben.
Die Rheno und der benachbarte Frauenruderverein Freiweg konnten sich nun völlig entspannen da sie quasi zu Hause feierten, während die anderen Vereine, ihr „Schiff“ wieder heil in den Hafen zu bringen hatten, was auch ausnahmslos gelang – ob auf Schlingerkurs, ist nicht bezeugt.
Alle waren von diesem gelungenen gemeinsamen Abschied der laufenden Saison so begeistert, dass man beschloss, es im nächsten Jahr zu wiederholen.

Noch ein paar Zahlen am Ende:
260 Weißwürste
100 Brezn
70 Semmeln
2 Liter süßer Senf von Hendlmair
40 L frisch gebrautes Fassbier der Brauerei Eisgrub (Mainz)
3 Bleche mit Kuchen
sind restlos von den Ruderern und Rheno-Mitgliedern verspeist worden.

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